Bürgerbeteiligung an Planung zum Bohnsdorfer Kreisel – Hoffnung in Sicht?

Bisher hat sich „die Politik“ eher sehr zurückhaltend zur Bürgerbeteiligung am Planungsvorhaben „Bohnsdorfer Kreisel“ verhalten. Termine zu Anhörungen und Vorstellungen der Planungsvorhaben wurde eher verhalten kommuniziert, die Terminwahl war eher, naja, sagen wir mal „ungeschickt“… So wurde z.B. ein Informationstermin über das Bauvorhaben am „Bohnsdorfer Kreisel“ um 19 Uhr am Abend vor dem 1. Mai terminiert. Viele Betroffene und Interessierte waren zu diesem Termin leider verhindert oder bereits im verlängerten Wochenende.

Die Äußerungen der Planer an diesem Termin war im Grundtenor so, daß die Planungen weitgehend abgeschlossen seien und nur noch Details verhandelbar seien. Es wurde darauf verwiesen, wie komplex die Verkehrssituation am „Bohnsdorfer Kreisel“ sei und daß es für „Laien“ unmöglich sei, die Probleme der Verkehrsplanung zu durchdringen. Bürgerbeteiligung und Partizipation in Berliner Stadtbezirken sieht anders aus!

Auch die Äußerungen von mit dem Thema betrauten Politikern und Verantwortlichen sprechen bisher eine klare Sprache gegen eine Bürgerbeteiligung. So äußerte sich z.B. Cornelia Flader von der CDU-Fraktion und Schulleiterin der von der Verkehrssituation unmittelbar betroffenen „Schule am Buntzelberg“ im „Berliner Abendblatt“ noch am 6. Juni 2015 so: „Wir finden es gut, dass die Planungen von vielen professionellen Verkehrsexperten vorgenommen wurden und in die Hand von Fachleuten gelegt werden. Eine über eine Anhörung hinausgehende Bürgerbeteiligung finde ich deshalb problematisch, weil es zu viele unterschiedliche Meinungen geben könnte“. Eine klarere Absage an eine Bürgerbeteiligung ist fast nicht möglich!

Mittlerweile besteht aber Hoffnung, daß auch eine „echte“ Bürgerbeteiligung möglich werden könnte. Ein erster Schritt dazu ist eine Umfrage im Rahmen eines Studienprojektes zum Thema „Partizipation in Berliner Stadtquartieren“ an der Ostfalia Hochschule (Niedersachsen) in Kooperation mit der TU, Prof. Dr. Jain. Es wurde an zwei Tagen durch eine Gruppe von Studierenden eine Befragung zum „Bohnsdorfer Kreisel“ unter Passanten mit Fragebögen durchgeführt.  Die Anregung für die Untersuchung in Bohnsdorf kam von Robert Schaddach, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (MdA).

Ich hoffe sehr, daß dies ein erster Schritt in die richtige Richtung einer Bürgerbeteiligung ist und fordere alle Anwohner, gewerblichen Anlieger und alle interessierten Bohnsdorfer, Altglienicker und Grünauer auf, sich in die Diskussion mit ihren Wünschen und Vorschlägen einzubringen und aktiv am Planungsprozess zum Bohnsdorfer Kreisel teilzunehmen!

Die Ergebnisse der Studie werde ich auf dieser Website veröffentlichen, sobald mir diese dazu wie besprochen zur Verfügung gestellt wurden.

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Eine Antwort auf Bürgerbeteiligung an Planung zum Bohnsdorfer Kreisel – Hoffnung in Sicht?

  1. Peter Mollske sagt:

    Hallo,

    nach der Aktuellen Planung sieht es wohl so aus, dass eine Beteiligung der Bürger nie zur Debatte stand.